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Hygiene

In unserem nach DIN EN ISO/IEC 17025:2018 akkreditierten Labor führen wir eine Vielzahl von mikrobiologisch-hygienischen Untersuchungen durch.

Für spezielle Untersuchungen Rücksprache mit dem Hygiene-Labor erbeten (Tel: 0841/9739-16, hygiene@ingolab.de)

Leistungsangebot im Bereich Krankenhaus-/Praxishygiene und Verbraucherschutz

Unser Serviceangebot umfasst dabei:

Probentransport

Der Transport sollte so schnell wie möglich erfolgen, spätestens innerhalb von 8 Stunden. Ist dies nicht möglich, bitte auf die richtige Lagerung des Untersuchungsmaterial achten. Dokumentation und Temperaturkontrollen vor Ort sind in diesem Fall notwendig.

Probenversand sollte in sterilen Gefäßen erfolgen (können vom Labor zur Verfügung gestellt werden). Bei Versand von Agarplatten, auf denen bereits Koloniewachstum zu beobachten ist, sind die Bestimmungen nach UN 3373 zu beachten.

Terminabsprache für Probennahme

Um Ihre Aufträge zeitnah bearbeiten zu können, bitten wir um rechtzeitige Terminabsprache, Angaben über die benötigte Materialmenge und Ankündigung des Probeneingangs v.a. bei geplanten, umfangreichen Untersuchungen.

Für das Hygiene-Labor stehen verschiedene Probenbegleitscheine zur Verfügung. Zur Sicherstellung einer optimalen Analytik sind Angaben zum Entnahmeort, Probenahmezeit, Probennehmer sowie zur Fragestellung erforderlich. Die Probenbegleitscheine können im Hygiene-Labor angefordert werden (Tel: 0841/9739-16, hygiene@ingolab.de).

Bitte füllen Sie den Schein sorgfältig und vollständig aus.

Hygienisch-mikrobiologische Überprüfung der Aufbereitung von Endoskopen

Indikation
  • 1/4-jährliche Kontrollen und Stichproben im Rahmen von krankenhaus-hygienischen Untersuchungen sowie bei V.a. Infektionen
  • 1x pro Kalenderhalbjahr nach den Vorgaben der KBV
Methode
  • RKI-Richtlinie (Krankenhaushygiene)
    • „Anforderungen an die Hygiene bei der Aufbereitung flexibler Endoskope und endoskopischer Zusatzinstrumente“ Bundesgesundheitsblatt 45; 2002: 395-411.
    • „Anforderungen an die Hygiene bei der Aufbereitung von Medizinprodukten“ – KRINKO Empfehlung beim RKI; Anlage 8; Bundesgesundheitsbl. 2012 – 55:1244-1310
  • Untersuchung im Rahmen der QSHE (KBV, Praxishygiene)
Probenahme
  • unter aseptischen Bedingungen durch fachkundiges Personal: Labor-personal (akkreditierte Probenahme) oder durch den Einsender
  • Schutzkleidung (Kittel) und hygienische Händedesinfektion vor jeder einzelnen Probenahme, ggf. können Handschuhe verwendet werden, die vor jeder Probenahme desinfiziert werden
  • Abstriche
    • sollen vor den Spülproben entnommen werden
    • Abstriche (mit ster. 0,9% NaCl befeuchtet) am Distalende aller Endoskope, ggf. auch in der Nische des Albaranhebels bei Duodenoskopen.
  • Optik-Spülsystem
    • Spülprobe 20 ml ster. NaCl 0,9% aus Flasche durch Anschlussschlauch entnehmen, in eine doppeltkonzentrierte Enthemmerlösung laufen lassen
  • Instrumentierkanal/Luftwasserkanal
    • Spülprobe 20 ml ster. NaCl 0,9% vom Kanaleingang zum Distalende in eine doppeltkonzentrierte Enthemmerlösung laufen lassen
  • Schlussspülwasser
    • hygienische Desinfektion durchführen
    • 500 ml Probe des letzten verwendeten Nachspülwasser in sterilen Behälter (250 ml/500 ml) aus dem RDG-E entnehmen (Entnahmestelle nahe am RDG/Einlass in die RDG-Kammer)
Transport
  • innerhalb von 4 h bei RT oder gekühlt (Transportbox mit Kühlelementen) innerhalb von max. 8 h
Beurteilung
  • Nach RKI Vorgaben bzw. nach "Qualitätssicherung Hygiene in der Endoskopie (QSHE)" definierten Standards der KBV

Hygiene-Monitoring von Oberflächen

Indikation
  • Nachweis exogener Erreger nosokomialer Infektionen in der unbelebten Umgebung
  • Hygiene-Monitoring von Reinräumen
  • Überprüfung von Reinigungs-, Desinfektionsmaßnahmen
Methode
  • Quantitative kulturelle Umgebungsuntersuchung von glatten Arbeitsflächen, Gegenständen und Körperoberflächen mittels Abklatschplatten (RODAC)
  • Umgebungsuntersuchung von nicht-ebenem Material, an Ecken oder schwer zugänglichen Orte mittels Abstriches
Probenahme
  • Planung und Durchführung vor Ort durch die Hygienefachkräfte/geschultes Personal nach den Vorgaben des QMS des Einsenders
  • Abklatschplatten
    • Routinemäßig werden folgende Arten von RODAC-Platten (24 cm²) zum Abklatsch von Flächen benutzt:
      • Caso-Agar (TSA)
      • Caso-Agar mit Enthemmern zum Nachweis auf desinfizierten Flächen (für Reinräume 3-fach verpackt und gammabestrahlt)
      • Sabouraud-Nährboden zur Anzüchtung von Schimmelpilzen und Hefen
      • TSA-Blut-Blutagar für die Untersuchung der Hände
    • Bei V.a. nosokomiale Infektion bitte Angaben über die nachzuweisenden Bakterien oder Pilzarten enthalten
    • Beschriftung (Nummerierung) der Platten nur auf der Bodenseite, nicht auf dem Deckel der Petrischale
  • Abstrichtupfer
    • Abstrichtupfer mit Transportmedien verwenden
    • Probennahmestellen entsprechend der Fragestellung wählen
Transport
  • Abklatschplatten zugeklebt transportieren
  • möglichst am selben Tag bei RT, ansonsten Lagerung im Kühlschrank bis zum Transport innerhalb von max. 24 h
Beurteilung
  • Abklatschplatten
    • Ergebnisse werden als koloniebildende Einheiten (KBE) pro Fläche (24 cm2), ggf. mit Keimdifferenzierung mitgeteilt.
  • Abstrichtupfer
    • Ergebnisse werden quantitativ/Platte (24 cm2) mitgeteilt.
  • Wenn keine allgemein gültigen Grenzwerte existieren, erfolgt die Bewertung durch den Einsender nach eigenen Vorgaben (wie z. B. GMP-Richtlinien etc.). Erreger nosokomialer Infektionen dürfen nicht nachweisbar sein.

Untersuchung von Trinkwasser und Nachweis von Legionellen aus wasserführenden Systemen

Indikation
  • Routinekontrolle nach TrinwV 2023
  • Kontrolle auf Anordnung des Gesundheitsamtes
  • Verhütung von nosokomialen Infektionen (Krankenhausinstallationen)
  • Periodische Kontrolluntersuchungen auf Legionellen im Trinkwasser und Wasser für den menschlichen Gebrauch
Methode
  • Quantitativer kultureller Nachweis folgender Parameter nach den Vorgaben der TrinkwV 2023, DIN EN ISO 11731:2019-03 und den Empfehlungen der Umwelt-bundesamtes 2018
  • Keimzahl bei 22°C und bei 36°C
  • Escherichia coli und coliforme Keime
  • Pseudomonas aeruginosa
  • Enterokokken
  • Legionellen
Probenahme
  • erfolgt vor Ort nach DIN ISO 19458:2000 durch zertifiziertes Personal des Einsenders oder nach Terminabsprache durch zertifiziertes Personal aus unserem Labor
  • Art und Häufigkeit der Untersuchungen richtet sich nach den Vorgaben der TrinkwV bzw. werden in Abstimmung mit dem zuständigen Gesundheits-amt durchgeführt
  • Zur Probenahme Termin nach Rücksprache mit dem Hygiene-Labor vereinbaren
  • Probenahme-Gefäße (sterile Flaschen mit Natrium-Thiosulfat-Zusatz) im Labor anfordern
  • Flaschen sollen nicht bis zum Flaschenhals befüllt werden, um eine bessere Mischung der Probe zu ermöglichen
  • Mindestprobenmenge
    • 500 ml für Untersuchung nach TrinwV
    • 125 ml für Legionellen
  • Probebegleitschreiben muss vollständig ausgefüllt sein
Transport
  • Trinkwasser lichtgeschützt und gekühlt innerhalb von 8 h
  • Legionellen lichtgeschützt und ungekühlt innerhalb von 4 h
Beurteilung
  • Bewertungskriterien nach TrinkwV 20.06.2023
  • Legionellen Bewertungskriterien nach UBA Empfehlung 09.12.2022 und TrinkwV 2023

Mikrobiologische Untersuchung von Wasser aus Dentaleinheiten

Indikation
  • Jährliche hygienisch-mikrobiologische Kontrolle
  • V.a. bakterielle Kontamination der Dentaleinheit
Methode
  • Quantitativer kultureller Nachweis folgender Parameter nach KRINKO-Empfehlungen „Infektionsprävention in der Zahnheilkunde – Anforderungen an die Hygiene“ von 2006, RKI Stellungnahme 08.02.2023
  • Keimzahl bei 36°C
  • Pseudomonas aeruginosa (immunsupprimierte Patienten)
  • Legionellen
Probenahme
  • Möglichst steril, durch geschultes Personal
  • 250 ml pro Entnahmestelle
  • Entnahme am Wasserspender nach 20 sec. Ablaufen des Wassers
  • Probebegleitschreiben muss vollständig ausgefüllt sein
Transport
  • lichtgeschützt und gekühlt innerhalb von 8 h
Beurteilung
  • Richtwert für die Koloniezahl (KBE) < 100 KBE/ml
  • Grenzwert für P. aeruginosa liegt bei 0 KBE/100 ml
  • Gefahrenwert für Legionellen liegt bei 1 KBE/ml (100 KBE/100 ml)

Überprüfung von Sterilisatoren

Indikation
  • Routineüberwachung von Sterilisationsverfahren mittels Bioindikatoren (mind. halbjährlich bzw. alle 400 Chargen) mit allen genutzten Programmen
  • Überwachung von nicht validierten Heißluft- und Dampfsterilisatoren nach Reparatur
  • Die Prüfung von Sterilisationsprozessen ausschließlich durch Bioindikatoren, die anschließend im Hygienelabor untersucht werden, entspricht nicht mehr dem Stand der Technik.
Methode
  • Im Labor erfolgt der Nachweis von Indikatororganismen in einem kulturellen Anreicherungsverfahren
Probenahme
  • Die Auswahl der Bioindikatoren und die Durchführung der Prüfung am Gerät nach den normativen Anforderungen liegen in der Verantwortung des Einsenders
  • Bei jeder Überprüfung wird eine unbehandelte Transportkontrolle mitgeführt und mit den behandelten Bioindikatoren ins Labor geschickt
  • Der nicht sterilisierte Bioindikator muss die gleiche Chargennummer aufweisen, wie die vom Anwender behandelten Bioindikatoren
  • Die Papierhülle des Bioindikators darf nicht beschädigt werden
  • Bioindikator (Sporenstreifen) bei Dampf Autoklav: Geobacillus stearothermophilus > 106 KBE
  • Bioindikator (Sporenstreifen) bei Heißluftsterilisator: Bacillus subtilis (atrophaeus) > 106 KBE
  • Die Anzahl der Bioindikatoren richtet sich nach dem Volumen der Sterilisierkammer (siehe Rückseite Auftragsformular)
Transport
  • Proben trocken, ungekühlt und lichtgeschützt lagern und schnell ins Labor transportieren
  • Für unbehandelte Bioindikatoren müssen die Lagerungsbedingungen (Raumtemperatur) des Herstellers eingehalten werden
Beurteilung
  • Indikatororganismen nach Sterilisation nicht nachweisbar
  • Indikatororganismen der Transportkontrolle sind nachweisbar
  • Bei Wachstum von sterilisierten Bioindikatoren muss eine technische Überprüfung des Gerätes mit anschließender Nachkontrolle erfolgen, da in diesem Fall von keiner ausreichenden Sterilisationsleistung auszugehen ist

Überprüfung von Reinigungs- und Desinfektionsgeräten (RDG)

Indikation
  • Thermische Desinfektionsverfahren werden gemäß aktuellen Leitlinien, Empfehlungen und Normen nicht mehr durch mikrobiologische Untersuchungen mittels Bioindikatoren überprüft, sondern primär durch Messungen der Prozesstemperaturen und deren Haltezeiten. Hier wird der Nachweis der A0- Werte von 60, 600 oder 3000 geführt (MiQ_22, 2018, Kap.5).
  • Achtung: Mikrobiologische Überprüfungen der Wirksamkeit von Reinigungs- und Desinfektionsverfahren mittels Bioindikatoren wird nur bei chemothermischen Verfahren bis max. 80°C empfohlen
  • Die Reinigungs- und Desinfektionskontrolle mittels angeschmutzter Prüfkörper kommt bei nicht validierten RDG zum Einsatz
  • Bei Verwendung von „offenen“ Bioindikatoren ist eine Kontamination der Maschine oder auch des Spülgutes nicht auszuschließen
Methode
  • Im Labor erfolgt der Nachweis von Indikatororganismen in einem kulturellen Anreicherungsverfahren
Probenahme
  • Die Auswahl der Bioindikatoren und die Anzahl der Prüfkörper müssen auf das mit dem jeweiligen Programm aufzubereitende Dekontaminations-gut abgestimmt werden
  • Die Anforderungen an die Dekontaminationsleistung unterscheiden sie sich in Abhängigkeit vom geforderten A0-Wert
  • die Durchführung der Prüfung am Gerät nach den normativen Anforderungen liegen in der Verantwortung des Einsenders
  • Bei jeder Überprüfung wird eine unbehandelte Transportkontrolle mitgeführt und mit den behandelten Bioindikatoren ins Labor geschickt
  • Der unbehandelte Bioindikator muss die gleiche Chargennummer aufweisen, wie die vom Anwender behandelten Bioindikatoren
  • Die Primärverpackung des Bioindikators darf nicht beschädigt werden
  • Für die Lagerung der Bioindikatoren siehe entsprechende Spezifikation des Herstellers (z.B. BI mit Enterococcus faecium bei 4-8°C)
  • Bioindikatoren für die Endoskop Aufbereitung
    • Keimträger mit E. faecium ATCC 6057 ≥ 109 KBE
  • Bioindikatoren für Textilwaschverfahren
    • Baumwoll-Läppchen mit E. faecium ATCC 6057 ≥ 107 KBE
  • Bioindikatoren für Geschirrspülverfahren/Bettgestell-/Container-/Steckbecken-Waschanlagen
    • Edelstahlträger mit E. faecium ATCC 6057 ≥ 105 KBE
  • Bioindikatoren für Dampfdesinfektion
    • Desinfektion bei 105°C, 5 Min: B. atrophaeus ≥ 105 KBE
    • Desinfektion bei 75°C, 20 Min: E. faecium ≥ 106 KBE
  • Bioindikatoren für thermische Desinfektion
    • Thermodesinfektionswaschmaschinen bis 80°C: E. faecium ≥ 107 KBE
    • Thermodesinfektionswaschmaschinen 55°C bis < 70°C: E. faecium ≥ 105 KBE
Transport
  • So schnell wie möglich, trocken, bei Raumtemperatur
  • Für unbehandelte Bioindikatoren müssen die Lagerungsbedingungen des Herstellers eingehalten werden
Beurteilung
  • Indikatororganismen nach Behandlung nicht nachweisbar
  • Indikatororganismen der Transportkontrolle sind nachweisbar
  • Bei Wachstum von behandelten Bioindikatoren muss eine technische Überprüfung des Gerätes mit anschließender Nachkontrolle erfolgen, da in diesem Fall von keiner ausreichenden Reinigungs- und Desinfektions-leistung auszugehen ist

Mikrobiologische Raumluftuntersuchungen

Indikation
  • Überprüfung der Luft auf die Belastung mit Mikroorganismen
  • periodischen Prüfungen von RLT-Anlagen in Räumen mit erhöhten Anforderungen an die Raumluft
Methode
  • Keimzahlbestimmung mittels Sedimentationsverfahren
Probenahme
  • Erfolgt nach den entsprechenden Vorgaben für die untersuchten Räume durch den Einsender
  • Für die Sedimentationsverfahren auf die Exposition achten und die Zeit auf dem Begleitschreiben vermerken
  • Benötigte Platten sind TSA-Blut-, CASO-Agar und ggf. Sabouraud Agar
  • bei Anforderung auf Schimmelpilze ist eine gleichzeitige Untersuchung der Außenluft notwendig; organische Materialen und Topfpflanzen sollten entfernt werden
  • Räume sollten während der Messung nicht von anderen Personen betreten werden
  • bei längerem Zeitraum zwischen Entnahme und Transport Lagerung gekühlt
Transport
  • am Tag der Probenahme bei Raumtemperatur
  • Wenn auf den Agarplatten bereits Koloniewachstum zu beobachten ist, sind die Bestimmungen nach UN 3373 zu beachten
Beurteilung
  • Bewertung erfolgt in Abhängigkeit von existierenden Beurteilungsgrenzen für die untersuchten Räumlichkeiten (z.B. nach VDI 6022, Richtlinien der Arzneimittelherstellung)

Umgebungsuntersuchungen und Screening auf krankenhausrelevante Erreger

Indikation
  • Bei V.a. Besiedlung mit multiresistenten Erregern
  • Screening bei Risikopatienten vor Aufnahme ins Krankenhaus
  • Kontrolle nach Sanierung (MRSA)
Methode
  • Kultureller Nachweis mittels Screening-Agar-Platten
  • MRGN (ESBL): multiresistente, gramnegative Erreger
  • MRSA: Methicillin-resistente Staphylococcus aureus
  • VRE: Vancomycin-resistente Enterokokken
  • LRE: Linezolid-resistente Enterokokken
Probenahme
  • Siehe Präanalytik Mikrobiologie Screening auf multiresistente Erreger
  • Bei Überprüfung der Kolonisation nur die o.g. Untersuchungen anfordern (z.B. aus einem Rektalabstrich, Nasenabstrich, etc.)
Transport
  • Gekühlt bei 2-8°C
Beurteilung
  • Hygiene Maßnahmen (z.B. Isolation) abhängig von KRINKO
  • Empfehlungen (RKI) für Infektionsprävention in Gesundheitseinrichtungen

Mikrobiologische Untersuchung von Lebensmitteln

Indikation
  • Periodische Hygienekontrolle
  • Untersuchung bei Verdacht auf Kontaminationen eines Lebensmittels
Methoden
  • Ansatz und Kultivierung durch Gussplatten- oder Spatelverfahren mit anschließender quantitativen/qualitativen Auswertung
    • Aerobe mesophile Keimzahl, DIN EN ISO 4833-2
    • Escherichia coli, DIN EN ISO 16649-2
    • Enterobacteriaceace DIN EN ISO 21528-2
    • Salmonella spp., kulturell Anzucht, DIN EN ISO 6579-1
    • Salmonella spp., PCR-Verfahren
    • Listeria monocytogenes, DIN EN ISO 11290-2
  • Oberflächenbestimmungen im Lebensmittelbereich
    • Abklatschplatten bzw. Abklatschpaddel, DIN EN ISO 10113-3
    • Qualitative Bestimmung: Listeria monocytogenes, DIN EN ISO 11290-1
Probenahme
  • Die Probenahme erfolgt durch den Einsender
  • Für die Beprobungen der Oberflächen werden Kurzanleitungen zur Verfügung gestellt
Transport
  • Proben sollten unverzüglich, spätestens innerhalb von 24 h (2-8°C) ins Labor gebracht werden
  • Im Labor wird die Eingangstemperatur der Lebensmittel protokolliert
Beurteilung
  • Bewertungskriterien nach der Verordnung (EG) Nr. 2073/2005
  • Richt- und Warnwerte der DGHM

Trichinenuntersuchung nach DIN EN ISO 18743

Indikation
  • Routinemäßige Fleischuntersuchung von Hausschweinen und Wildschweinen
Methode
  • Magnetrührverfahren für die künstliche Verdauung von Fleisch-Sammelproben
Probenahme
  • Erfolgt durch den amtlichen Tierarzt bzw. den zuständigen Jäger
  • Mindestprobenmengen
    • Hausschwein: mind. 5 g
    • Zuchtsau/Zuchteber: mind. 10 g
    • Pferd und Wildschwein: mind. 20 g
Beurteilung
  • Nach Angaben der gültigen Norm
  • Vertraglich vereinbarte Ausstellung von Prüfberichten